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Informationen zur niederländischen Sprache und Kultur


Stand der Bearbeitung: 24.4.2004
Zuletzt bearbeitet: 19.5.2008

Geschichtliches zur Tulpe, einem Symbol der Niederlande


Geschichtliches zur Tulpe
Tulpomanie - Die Tulpe in der Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts
Tulpomanie im Schloß Pillnitz bei Dresden
Opgeklopte tulpengekte

Exkurs:
Berliner Tulpe




Geschichtliches zur Tulpe
Quelle:
W.H.: Boten des Frühlings. Der Tagesspiegel Nr. 18457, 24.4.2004, S. M8

...
... Geschichte der dekorativen Frühlingsblumen...
Von den etwa 100 bekannten Tulpenarten, die in Ost- und Mittelasien beheimatet sind, wächst in Deutschland... nur die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris). Der Artname sylvestris weist auf ihren natürlichen Standort, den Wald, hin. Diese gelb blühende Pflanze wird etwa 40 Zentimeter hoch, ist nur in milden Lagen auf nährstoffreichen Böden zu finden und blüht dort zwischen April und Mai. Sie ist vom Aussterben bedroht und daher streng geschützt.
Die ... Wilde Tulpe ist keineswegs die Stammform der Gartentulpe (Tulipa gesneriana). Diese ging vermutlich aus der rotblühenden Tulipa suaveolens hervor, die in Vorderasien beheimatet ist. Von kaum einer Pflanze gibt es so viele Züchtungen wie von der Gartentulpe mit ihren unterschiedlichen Blütenformen und -farben, dem Aussehen der Blätter und des Wuchses. Die Bezeichnung gesneriana, die etliche Tulpenformen zusammenfaßt, erhielt die Art in Erinnerung an den Botaniker Konrad Gesner (1516-1565), der verschiedene Tulpen als erster beschrieben und gezeichnet hat.
Die Geschichte der Tulpe ist spannend und abenteuerlich. Ihren natürlichen Standort hat sie in Persien und der heutigen Türkei. Fasziniert von der ungewöhnlichen Blütenform begannen nach den Persern die osmanischen Herrscher im 15. Jahrhundert mit der Züchtung. Bevorzugt wurden einfarbige Blumen mit einem schmalen länglichen Blütenkopf und sechs nadelartig spitz zulaufenden Blütenblättern. Die Züchtungen trugen oft poetische Bezeichnungen wie "Glücksstern" oder "Licht der Gedanken".
Der türkische Volksmund nannte die Pflanze Tulipan oder Turbanblume, tülband-lalesi, vermutlich wegen ihrer turbanähnlichen Blütenform. Denn tülband ist die osmanische Form des persischen Wortes dulband, womit das rote Turbantuch bezeichnet wird.
Spätestens seit der Ära Suleimans des Prächtigen, der zwischen 1520 und 1566 an der Macht war, herschte eine regelrechte "Tulpomanie" in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul). Nach Europa gelangte die "Turbanblume" durch den österreichischen Gesandten de Busbeqc. Er brachte nach Quittierung seines Dienstes in Konstantinopel Zwiebeln und wohl auch Samen 1554 an den Hof von Wien. Dort gelangten sie in die fachkundigen Hände des am Wiener Hof lehrenden, aus den Niederlanden stammenden Botanikers Carolus Clusius. Er baute die in Mitteleuropa damals einzigartige Tulpensammlung in den kaiserlichen Gärten auf, die übrigens 1683, als das türkische Heer die Donaumetropole belagerte, zerstört wurde.
Als Clusius 1594 an die Universität ins holländische Leiden ging, nahm er einen Teil seiner Tulpenzwiebeln mit und begann dort - allerdings nur zu wissenschaftlichen Zwecken - mit der Züchtung. Dennoch gelangten seine Exemplare in den Handel, denn Diebe hatten Clusius einen großen Teil der Tulpenzwiebeln gestohlen.
Mittlerweile kamen auch über die Handelswege Zwiebeln nach Europa. Denn wohlhabende niederländische Kaufleute hatten entdeckt, daß sich mit den seltenen Tulpen viel Geld verdienen ließ. Binnen kürzester Zeit wurde sie zur Modeblume. Reichtum und Ruin lagen nun dicht beieinander. Die Holländer hatte das "Tulpenfieber" erfaßt. Häuder und Schiffsladungen wurden für ein paar Zwiebeln in Zahlung gegeben. Schuldscheine, die zu immer höheren Preisen weiterverkauft wurden, wechselten die Besitzer. Die Tulpe hatte sich vom Liebhaberstück zum Spekulationsobjekt gewandelt. Der Markt brach zusammen.
Um dem Irrsinn ein Ende zu bereiten, schrieb die holländische Regierung im Jahr 1637 die Tulpenpreise gesetzlich fest. Für zahlreiche Spekulanten bedeutete dies eine finanzielle Katastrophe. Dennoch blieb die Tulpe ein begehrter Modeartikel. Holland entwickelte sich zum Zentrum der Tulpenzucht und des -handels. Vom 19. Jahrhundert an galt die Frühlingsblume als Symbol der Niederlande. Die Tulpenzucht hat Holland berühmt gemacht. Sie macht es auch möglich, für ein paar Euro Vasen und Gärten mit Tulpen zu schmücken.

Aus einer Anzeige: Gartenreise: Tulpen aus Amsterdam?. Kultur-Geschichte einer weit gereisten Zwiebel. Gartenfreund November 2007, S. 215
Wenn der Frühling kommt, dann denken wir natürlich an den Schlager "Tulpen aus Amsterdam". Zu Recht, den 80 Prozent der Weltproduktion kommen heute aus Holland. Wie es dazu kam, das ist spannend wie ein Märchen aus 1001 Nacht.
Zurück ins Osmanische Reich
Die Osmanen brachten die Tulpe im 16. Jahrhundert als Handelsartikel nach Konstantinopel. Die Wildblume wurde domestiziert, gezüchtet und spielte bald eine bedeutende Rolle in den prächtigen Gartenanlagen des Hofes. Von 1520 bis 1566 gab es eine wahre Tulpen-Ära.
"Tulpomanie" in Europa
Ein Gesandter schickte 1554 eine Sendung türkischer Tulpenzwiebeln an den Wiener Hof. Von hier aus verbreitete sich die Tulpe in ganz Europa.
Im 18. Jahrhundert begann in der Türkei die zweite große Tulpenzucht-Zeit. Tausende von Zwiebeln wurden dafür aus Holland importiert...
...




Tulpomanie
Quelle:
Veranstaltungskalender der Niederlande Mai/Juni 2004: Tulpomanie - Die Tulpe in der Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts

"Verrückt nach Tulpen" waren nicht nur die osmanischen Sultane und europäischen Fürsten des 16. und 17. Jahrhunderts.
Die ersten tulpenzwiebeln brachte ... 1554 der flämische Diplomat Ogier de Busbecq aus der Türkei mit. De Busbecq übergab die Zwiebeln dem holländischen Botaniker Professor Carolus Clusius, der sie im Botanischen Garten der Universität zu Leiden anpflanzte. Damit leitete er unbeabsichtigt eine Periode ein, die heute als "Tulpomanie" bekannt ist.
Im Sturm eroberte die exotische Schönheit die Gärten der Botaniker und Blumenliebhaber. Ihr ideeller Wert erreichte unvorstellbare Höhen und führte 1637 gar als teures Spekulationsobjekt zu einem Krach an der niederländischen Handelsbörse. Dieser rasanten und eindrucksvollen Geschichte verdankt die Tulpe ihren Ursprung als Motiv in sämtlichen Bereichen des kulturellen Lebens und der Kunst.
Bis heute geht von diesem farbenfrohen Frühlingsboten eine besondere Faszination aus. Mit der Ausstellung "Tulpomanie" wird erstmalig in Deutschland die Bedeutung der Tulpe als Kabinettsstück, Handelsgut und Studienobjekt botanischer Forschung gezeigt und damit ein bisher in diesem Maße nicht erschlossener Berreich der Kunst- und Kulturgeschichte ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Vom Osmanischen Hof unter Sultan Süleyman dem Prächtigen über die Paläste der Prinzen von Oranien bis zu Sammlungen Augusts des Starken reicht die Palette hochkarätiger Pretiosen aus Silber, Elfenbein, schimmerndem Perlmutt und Emaille. Zu sehen sind außerdem imposante "Tulpenvasen" aus Delfter Fayence, Möbel mit prächtigen Intarsien, dekorative Uhren, feinste Spitzen und Damaste sowie virtuose Gemälde berühmter Meister , Zeichnungen und Kupferstiche. Präsentiert werden etwa 200 hochkarätige Exponate aus mehr als 50 öffentlichen und privaten Sammlungen.
s. Dresden (Veranstaltungen)

Tulpomanie im Schloß Pillnitz bei Dresden
Quelle:
Michael Zajonz: Der Knolle Kern. Kulturgeschichte durch die blume: Schloß Pillnitz erliegt der "Tulpomanie"

... Mitte des 16. Jahrhunderts gelangten ihre Zwiebeln nach Europa, im Gepäck von Istanbul-Reisenden oder durch venezianische Kaufleute.
Aus diesen Wild- und Frühformen züchteten Liebhaber und Händler zwischen Breslau und Wien bald blühende Statussymbole wie die rot-weiße geflammte "Semper Augustus". Für eine ihrer - europaweit gesuchten! - Zwiebeln war 1637 der Gegenwert eines vornehmen Amsterdamer Grachtenhauses fällig. Als kurz darauf der niederländische Markt kollabierte, wurde schalgartig deutlich, daß man "mit Wind gehandelt" hatte. New Economy in der Barockzeit.
Erstmals in Deutschland widmet sich das Kunstgewerbemuseum im Schloß Pillnitz bei Dresden einer Obsession, die Fürsten, Gelehrte und Künstler bis ins 18. Jahrhundert auf die Knolle kommen ließ: die "Tulpomanie". Seit zwei Jahren wird Pillnitz von André van der Goes geleitet. Der in Haarlem, der Hauptstadt niederländischer Tulpomanen, Aufgewachsene hält es listigerweise mit den historischen Fakten. Die besagen, daß es in Deutschland bis zum Dreißigjährigen Krieg eine Zucht- und Sammelleidenschaft, ja eine Tulpenkultur gab, die der unserer Nachbarn ebenbürtig war.
Am Anfang des Parcours stehen Tulpendarstellungen osmanischer Hofkünstler: auf Waffen, Stoffen, seltener Iznik-Keramik, Kostbarkeiten, die ab 1529 auch durch die Kriegszüge Sultans Süleyman des Prächtigen nach Mitteleuropa gelangten. Bei den Osmanen dominierte die religiöse Bedeutung der Tulpe - das arabische Wort lâle enthält dieselben Konsonanten wie Allah. Im alten Europa überwog die Freude an ihrer profanen Pracht. Auch wenn die Philologen und Botaniker noch immer darüber streiten, ob mit der "Lilie der Täler" im biblischen Holied und den "Lilien auf dem Felde" der Bergpredigt nicht wilde Tulpen gemeint sein könnten.
Tulpen standen im Barock für vieles: Vergänglichkeit, Eitelkeit, jungfräuliche Keuschheit - und ihr genaues Gegenteil. Der künstlerische Blick auf die Blüte fiel eindeutiger aus. Oft halten sich botanisches Detailinteresse und raffinierte Stilisierung die Waage Der Kostbarkeit der Pflanzen antworteten Material und Ausführung des Werks... Die knapp 200 Gemälde, Grafiken, Waffen, Textilien, Fayencen und Kunstkammerstücke erzählen - gewiisermaßen durch die Blume - von einem Lebensgefühl. Von Wissensdurst, Gier und krimineller Energien. Man staunt, was in dieser Zwiebel alles steckt.
Dresden, Schloß Pillnitz, bis 8. August.
Katalog: Uitgeverij Waanders, Zwolle. 29,80 Euro.
s. Dresden (Veranstaltungen)

Opgeklopte tulpengekte
Bron:
A.Th. van Deursen: Opgeklopte tulpengekte. de Volkskrant, bijlage, donderdag, 9 augustus 2007, blz. 16
In de Gouden Eeuw kende Nederland een kring van tulpenliefhebbers onder de gegoede burgerij. Het waren kenners, en later kopers en verkopers. De Engelse historica Anne Goldgar dook in de tulpengekte en bracht nieuwe feiten boven water.
De dwaze tulpenhandel van 1636 is slechts een kort intermezzo in de brede feitenstroom van de geschiedenis, dat nauwelijks blijvende gevolgen heeft gehad, maar geen handboek slaat deze gebeurtenissen over. De historici vertellen ons in de regel drie dingen. Ten eerste maakten de duurste soorten fantastische prijzen. Duizend gulden voor één enkele tulpenbol was geen uitzondering. Ten tweede kon met de handel in zulke kleine objecten ook de kleine man aan de tulpenspeculatie meedoen. Tulpenhandel werd dus spoedig het domein van wevers, herbergiers, schoorsteenvegers en turfdragers. Ten derde heeft zo goed als niemand er iets aan overgehouden. In februari 1637 stortte de markt ineen en herkreeg de tulp haar reële waarde.
De handboekschrijvers beweren dat alles ook niet zomaar. Ze hebben geput uit de beste bronnen. In 1637 zijn er diverse pamfletten verschenen, en de hele zaak is verder beschreven in het veeldelige geschiedwerk van de Friese diplomaat Lieuwe van Aitzema, wiens betrouwbaarheid doorgaans hoog wordt aangeslagen. Hij woonde in Den Haag, en heeft als tijdgenoot dit alles meebeleefd... Ik zou trouwens ook niet bevoegd zijn als aanklager op te treden, want ik ben een van die handboekschrijvers.
Maar de Britse historica Anne Goldgar heeft een ander verhaal. Zij is met studieverlof naar Nederland gereisd om onderzoek te doen naar musea, en is toen, naar ik vermoed enigszins toevallig, geheel nieuwe bronnen over de tulpenhandel op het spoor gekomen... Er bleek een kring van tulpenliefhebbers bestaan te hebben die zich al in de 16de eeuw had gevormd. Mensen met geld en goede smaak, die hielden van mooie bloemen en daar wel iets voor over hadden. Het was een gemengd gezelschap, waarbinnen de gewone grenzen van het sociale verkeer tijdelijk doorbroken konden worden, zodat bij voorbeeld een apotheker bloemen ruilde met een edelman.
Beneden het niveau van de gegoede burgerij daalde men echter niet af. Dat kon ook niet goed, want deze liefhebbers moesten over een eigen tuin beschikken, wat in de steden alleen aan de welgestelden was voorbehouden. En in veel gevallen deelden ze ook niet alleen de passie voor mooie bloemen. Ze verzamelden zeldzame voorwerpen en curiosa van allerlei aard. Hun smaak was volstrekt encyclopedisch. Alle schoonheid sprak hen aan, in de kunst even goed als in de natuur. In zo'n milieu gaat vanzelfsprekend ook geld om. Aanvankelijk werd dat niet gebruikt om er tulpen voor te kopen. Heren gaven elkaar planten cadeau, of ruilden de ene tegen de andere, maar verkochten niet. Op den duur hielden die speciale regels het niet, en werd de tulp gewone handelswaar. Maar deze kopers en verkopers bleven in de eerste plaats liefhebbers, met elkaar verbonden door de gedeelde hartstocht en de gezamenlijke deskundigheid. Die kennis van zaken bepaalde volgens Anne Goldgar zelfs de positie binnen de kring. Ze spreekt van een 'hierarchy of expertise' – wie er het meeste van wist, stond bovenaan.
Daarmee is het derde trefwoord in de ondertitel van het boek voldoende verklaard: 'geld, eer en kennis in de Nederlandse Gouden Eeuw'. Het tweede, de eer, zou je het eigenlijke onderwerp van het boek kunnen noemen. Maar om dat duidelijk te maken moeten we beginnen iets te zeggen over het eerste, dat geld. In deze handel gingen flinke bedragen om. Maar kan een prachtige bloem dat niet waard zijn? Jazeker, antwoordt Anne Goldgar. Wie neerziet op tulpenbollen, kan net zo goed neerzien op goud, dus wat zeuren we over dwaze tulpenhandel?
Die vergelijking houdt natuurlijk geen steek. Goud mag dan in zichzelf nutteloos zijn, het is een waardevast en duurzaam goed. Een bloem daarentegen is het zinnebeeld van de vergankelijkheid... Daarom zal een hoge prijs voor een bloem haast vanzelf twijfel doen rijzen op de kopersmarkt. Is dit geen product waarvan het bestaan onherroepelijk op de mesthoop zal eindigen? Dat besef begint kennelijk in februari 1637 door te dringen, zonder dat Anne Goldgar nu precies duidelijk maakt waarom dat gebeurde.
Dat is jammer, want de ineenstorting van de markt is een centraal punt in haar betoog. Ze geeft daaraan een nieuwe betekenis. De financiële consequenties bleven beperkt, zoals ze inderdaad aannemelijk weet te maken. Het werkelijke gevolg is aangegeven met het middelste trefwoord in de ondertitel: eer. Toen de prijzen scherp gingen dalen, kwamen veel kopers hun verplichtingen niet na. Dat was al bedenkelijk genoeg, maar erger was nog dat zij daar zelf nauwelijks onder gebukt leken te gaan. In een handeldrijvend land moet een belofte van betaling heilig zijn. Wie zijn woord schendt, verliest zijn eer. Maar zonder eer geen krediet, en zonder krediet geen handel. Daarom was de crisis zo ernstig. Het ging om meer dan wat verloren geld. En als ik Anne Goldgar goed begrijp – maar precisie is niet haar grootste deugd – is dat ook de reden waarom na de crash de pamfletschrijvers de zaken opzettelijk erger voorstelden dan ze waren. Schoorsteenvegers handelden niet in tulpen, en de prijzen waren wel hoog geweest, doch niet buitensporig. Maar eer verloren al verloren. Die boodschap kon niet duidelijk genoeg verteld worden.
Anne Goldgar
Tulipmania - Money, Honor and Knowledge
uitgever: The University of Chicago Press, import Roodveldt
325 pagina's
prijs: € 29,50
isbn: 978 02 263 0125




Exkurs Berliner Tulpe
Quelle:
CS: Alles andere als blumig. Drei Initiativen mit "Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn" geehrt. Der Tagesspiegel Nr. 19399, 12.12.2006, S. 11
Der Verein "Dyalog" für kulturellen Austausch veranstaltet seit mehr als zehn Jahren ein multikulturelles Theaterfest. Die "Freunde der Kreuzberger Lemgo-Grundschule" kümmern sich um Migrantenkinder... Die "Aktion Buntes Kreuzberg" setzt sich für eine lebenswerte Umwelt mit mehr Grün, sauberen Straßen und mehr Festlichkeiten ein... Am Montagabend erhielt nun das Trio im Roten Rathaus aus der Hand des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit einen erstmals gestifteten Preis: Die "Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn.
Unter dem Motto "Gemeinsam aktiv für Verständigung" wird der Preis in Hamburg schon seit etlichen Jahren verliehen. Die Tulpenblüte ist sein Symbol, weil diese Pflanze im 16. Jahrhundert aus dem Osmanischen Reich nach Europa kam, sich dort schnell ausbreitete und somit "als Beispiel für eine gelungene Integration angesehen werden kann", erläuterte am Montag der Senatsbeauftragte für Integration und Migration, Günter Piening.
Gemeinsam mit der Körber-Stiftung, der Werkstatt der Kulturen und Radyo Metropol hat er die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Anerkennung für die ersten drei Gewinner nun auch für vorbildliche Projekte in Berlin gestiftet.
Eine türkisch-deutsche Jury wählte die Sieger aus...


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